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MANTRAILING
(engl. man = Mensch, trail = verfolgen)
Mantrailing bezeichnet die Suche nach Personen mithilfe von speziell ausgebildeten Gebrauchshunden, den sogenannten Mantrailern oder Personenspürhunden. Dabei wird der aussergewöhnliche Geruchssinn der Hunde gezielt eingesetzt.
Im Unterschied zu anderen Suchhunden sind Mantrailer in der Lage, unterschiedliche menschliche Gerüche voneinander zu unterscheiden. Sie orientieren sich auch unter Ablenkung ausschliesslich am individuellen Geruch der gesuchten Person und folgen diesem zuverlässig.
Jeder Mensch verliert pro Minute rund 40.000 Hautzellen, die für den Hund als Geruchspartikel dienen. Diese individuelle Spur nimmt der Mantrailer auf und verfolgt sie. Dank seiner sehr feinen Nase kann er auch Spuren aufnehmen, die bereits mehrere Stunden oder sogar Tage alt sind.
Im Bereich der Rettungshundearbeit werden zunehmend Mantrailer ausgebildet. Ihr Einsatz ermöglicht es oft, eine Laufrichtung oder den genauen Verlauf der Spur einer vermissten Person zu bestimmen, was wesentlich zum Auffinden der Person beitragen kann.
So funktioniert Mantrailing
Der Hund erhält einen Geruchsartikel der gesuchten Person (z. B. ein Kleidungsstück oder ein Taschentuch).
- Der Hund erhält einen Geruchsartikel der gesuchten Person (z. B. ein Kleidungsstück oder ein Taschentuch).
- Anschliessend folgt er der Geruchsspur dieser Person – auch über längere Strecken und durch unterschiedliche Umgebungen (Stadt, Wald usw.).
- Anders als Fährtenhunde, die Bodenverletzungen verfolgen, orientiert sich der Mantrailer an Hautpartikeln, die die Person in der Luft und auf Oberflächen hinterlassen hat.
Einsatzgebiete
- Polizei und Rettungsdienste nutzen Mantrailing, um vermisste Personen zu finden.
- Auch Privatpersonen betreiben es als Hobby mit ihren Hunden – es fördert die Bindung und sorgt für eine sinnvolle geistige Auslastung.
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